Schwanenburg: Klevischer Verein macht jetzt Druck

Schwanenburg: Klevischer Verein macht jetzt Druck

Seit drei Jahren wird über ein Museum im Schwanenturm verhandelt. Jetzt geht ein Brief an Ministerin Scharrenbach raus

Der Klevische Verein wird in Absprache mit der Stadt Kleve in Kürze einen Brief an NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach schicken, um endlich eine Lösung für ein Museum im Schwanenturm zu finden. Mittlerweile verhandelt der Klevische Verein seit drei Jahren mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes, ohne das erkennbare Fortschritte gemacht werden: „Wir könnten sofort loslegen. Unser Konzept steht“, sagte der Vereinsvorsitzende Rainer Hoymann gegenüber der NRZ. Leider werde man durch ständig neue Ansprechpartner immer wieder ausgebremst.

Wie berichtet möchte der Klevische Verein wichtige Aspekte der Stadtgeschichte im Schwanenturm präsentieren. Dafür hat die Stadt im Haushalt 50.000 Euro reserviert und der Landschaftsverband hat eine Förderung in Höhe von 27.000 Euro [richtig: 29.500 EUR] zugesagt.

Zurzeit gebe es zwei Knackpunkte: Zum einen müsse der Brandschutz geregelt sein und zum anderen soll es einen zehnjährigen Mietvertrag geben – der auch für den Verein tragbar ist. Bislang übernimmt der Verein die Nebenkosten, ansonsten kann er die Räumlichkeiten mietfrei nutzen. Dem BLB schwebe allerdings auch eine Mietzahlung vor. Doch diese wäre es für den ehrenamtlichen Verein nicht tragbar.

Das Hauptproblem seien die ständig wechselnden Ansprechpartner beim BLB. „Wir fangen immer wieder von vorne an“, sagt Hoymann. Nun hofft man auf einen entscheidenden Schub durch die Ministerin. „Eigentlich ist es sehr schade. Die Schwanenburg ist für viele Touristen die erste Anlaufstelle in der Stadt. Aber wir machen nichts daraus“, so Hoymann. Die Burg sei ein Erlebnisfaktor auch für die Innenstadt.

Auf der Burg gibt es ein Dachgeschoss, welches vom Landgericht bislang als Archiv genutzt wurde. Diese Räumlichkeiten könnte man prima für ein Museum nutzen. Allerdings beliefen sich die Investitionen dann auf einen siebenstelligen Betrag, schätzt Hoymann. „Aber damit könnte man die bedeutende Stadtgeschichte Kleves ansprechend darstellen.“ Kleve sollte sich das überlegen: „Was will man? Für die Kaskade wurden auch 1,4 Millionen Euro ausgegeben“, so Hoymann.

Quelle: (Text) NRZ, Andreas Gebbink, 14.01.2020 / (Foto) Rainer Hoymann, 02.02.2002