Weihnachtssingen im Burghof

Weihnachtssingen im Burghof

Klevischer Verein und das Stadtmarketing laden alle Bürger und Gäste zum gemeinsamen Singen alter Weihnachtslieder ein. Die Schwanenburg soll in den Mittelpunkt rücken

Da hatten zwei den gleichen Gedanken und fanden zusammen: Der Klevische Verein und das Stadtmarketing laden alle Bürger und Gäste zum gemeinsamen „Weihnachtssingen im Burghof“ in den Hof der Schwanenburg. Am Samstag, 21. Dezember, ist jedermann, gern mit Kindern, um 17 Uhr eingeladen, zusammen Lieder zu singen und sich auf Weihnachten zu freuen. Und wer nicht mehr genau weiß, wie die Texte lauten von „Oh Tannenbaum“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Alle Jahre wieder“, dem helfen die Worte auf der Leinwand, die extra aufgestellt wird, versichert Reinhard Berens.

Text- und melodiesicher ist Clemens Drissen, erfahrener Chorleiter, der jedes Stück anstimmt. „Mit Kind und Kegel, mit Chorerfahrung und ohne, alle sollen kommen“, wirbt er. Es wird keine Mikrofone geben, keine Verstärker, einfach nur Menschen, Stimmen, Adventsatmosphäre – mit dem Blick Richtung Schwanenturm. Und auch wenn das eher nicht zu erwarten ist, singen kann mal ja mal „Leise rieselt der Schnee“.

Für Erwachsene gibt es den echten Klevischen Glühwein mit Zutaten von Heinz Scholtens Marienapotheke, dem früheren Vorsitzenden des Klevischen Vereins. „Wir haben einen Druiden gefunden, der die Zutaten mischt“, sagt Vereinsmitglied Rainer Hoymann lachend und verweist auf Günter Karl.

Die Nettoeinnahmen werden für die Finanzierung der Schwanenburg-Beleuchtung eingesetzt. Denn dafür sorgt der Klevische Verein für Kultur und Geschichte/Freunde der Schwanenburg e.V. jedes Jahr mit 3000 Euro an Stromkosten. Außerdem sollen nach und nach die Leuchtmittel gegen nachhaltige LED ausgetauscht werden.

In den 60er Jahren hatte das Land NRW als Besitzer von Schwanenburg und Grundstück die Aufgabe der Burg-Beleuchtung auf den Heimat- und Verkehrsverein (heute eben der Klevische) übertragen, „und das ist an uns hängen geblieben“ mit allen finanziellen Konsequenzen, erinnert Berens. Denn die Schwanenburg ist eben städtisches Wahrzeichen, das Landgericht hat mit der optischen Wirkung des Gebäudes nicht viel zu tun. [Korrektur & Hinweis: Der Klevische Verein hat in den Zeiten “klammer Kassen” die Kosten für die Errichtung der Beleuchtungsanlage und für den Betrieb übernommen. Der Verein strebt an, dass zukünftig die öffentliche Hand (Stadt / Land) als Träger fungiert. Diesbezüglich finden seit zwei / drei Jahren Gespräche statt. Eine Dauerlösung ist der aktuelle Status nicht!]

Der Klevische Verein aber macht es gern. Er möchte dafür sorgen, dass die Schwanenburg mehr in den Mittelpunkt der Klever Wahrnehmung, mehr ins Bewusstsein der Bürger rückt. Mit Aktionen wie dem Weihnachtssingen, das möglichst zur Tradition werden soll. Schüler und Studenten, die im Auftrag des Stadtmarketings am Samstag als Engel durch die Stadt laufen, werden Infozettel verteilen.

 

Quelle (Text & Bild): NRZ, Astrid Hoyer-Holderberg, 17.12.2019