Nachlese vom Klaviersommer: 3000 Besucher kamen in den Forstgarten

Nachlese vom Klaviersommer: 3000 Besucher kamen in den Forstgarten

Boguslaw Jan Strobel ist der künstlerische Leiter. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Der Klaviersommer im Klever Park vor der Konzertmuschel bleibt ein Erfolgsmodell

Das Team rund um den Klevischen Klaviersommer zieht Bilanz: 2019 war das Jahr nach dem 30. Jubiläum, aber das Programm nicht weniger aufregend oder hochkarätig als im Vorjahr. An vier Sonntagen und bei fünf Konzerten (inklusive des Nocturne-Konzerts) Ende Juli und Anfang August lockten Sommerwetter und namhafte Künstler insgesamt mehr als 3.000 Besucher in den Forstgarten. Diese Zahl wächst tendenziell von Jahr zu Jahr; insbesondere steigt der Anteil der niederländischen Musikfreunde stetig an und macht inzwischen um die 50 Prozent aus. Das Einzugsgebiet in die Niederlande reicht bis zur Küste nach Den Haag oder Rotterdam und damit trägt der Klevische Klaviersommer zur Bekanntheit von Kleef im Nachbarland entscheidend bei.

Ein besonderes Highlight war 2019 sicher der Auftritt des Ausnahmepianisten Severin von Eckardstein in der Konzertmuschel im Forstgarten, der besonders viele Zuhörer anzog, aber auch Alexandra Mikulska, Tobias Borsboom und Detlef Kaiser erwiesen sich als Publikumsmagnete. An keinem Sonntag musste wegen des Wetters gebangt werden; so glatt lief es in den Vorjahren selten, auch wenn sich die Regel etabliert hat, dass das Nachmittagskonzert bei jedem Wetter außer heftigem Unwetter und das Nocturne-Konzert nur bei schönem Wetter stattfindet.

Überdacht wird für das kommende Jahr das Konzept des Nocturne-Konzerts. Die atmosphärisch wunderbare Nachtmusik, bei der der Konzertflügel auf der sanft illuminierten Bühne bespielt wird, wurde auch in der Vergangenheit schon zu oft jäh von dem Feuerwerk der Klever Kirmes unterbrochen – so auch dieses Jahr. Und so wird der Termin demnächst auf jeden Fall nicht zeitgleich zum Abschluss der Kirmes geplant werden. Dass der Klaviersommer so etwas wie ein „Selbstläufer“ ist, liegt nicht zuletzt an den Ideen und der zuverlässigen Umsetzung durch das Team um Boguslaw Strobel, Initiator und künstlerischer Leiter des Klaviersommers. Jedes Jahr sind renommierte Künstler zu erwarten, das Vergnügen an der Musik auch bei Essen und Getränken zu genießen ist ausdrücklich erwünscht – das Konzept „niveauvoll und leger“ geht für eine große Zielgruppe, die sich sowohl für den Forstgarten als auch die Klaviermusik begeistern kann, auf. Jeder bis hin zum Vierbeiner fühlt sich willkommen. Bisher ist es dem Klevischen Verein für Kultur und Geschichte/Freunde der Schwanenburg gelungen, die Veranstaltung kostenfrei anbieten zu können; dank freiwilliger und großzügiger Spenden der Besucher – gesammelt in den beiden „Spar-Schwänen“ – ergänzt durch Zuschüsse und Spenden lokaler Unternehmen sowie der Stadt Kleve. Der Vorsitzende des Klevischen Vereins Rainer Hoymann betont: „Solange es geht, soll es hierbei bleiben.“

Das Klaviersommer-Team um Boguslaw Strobel bereitet bereits den 32. Klevischen Klaviersommer vor, der für einige Tage das alte Bad Cleve in moderner Gestalt wieder aufleben lässt.

Quelle (Text): Grenzland Post, Barbara Mühlenhoff, 05.11.2019