ALTER TIERGARTEN – CDU: Die Klever Kaskade wurde brutal entstellt

ALTER TIERGARTEN – CDU: Die Klever Kaskade wurde brutal entstellt

Die CDU Kleve beklagt einen unhaltbaren Zustand an der Kaskade. Die Betonarbeiten seien lieblos ausgeführt worden. Kosten: 1,4 Millionen Euro!

Die CDU in Kleve ist offenbar immer noch entsetzt über den Zustand der Kaskade. Gestern veröffentlichten die Christdemokraten eine Stellungnahme, in Anlehnung an eine Begehung des Alten Parks am 11. Januar mit Mitgliedern des Klevischen Vereins und des Kulturausschusses (wir berichteten).

Das kann kein Endzustand sein

Die CDU betont, dass die Führung deutlich gemacht habe, dass der alte Tiergarten einen besonderen Charme habe. Dies liege an den geografischen, biologischen und landschaftsplanerischen Gegebenheiten und Perspektiven. Der Tiergarten sei einzigartig und bilde ein klassisches Postkartenmotiv für die Kreisstadt – dies sei selbst an diesem trüben Januartag zu erkennen gewesen.

„Ebenfalls eindeutig zu erkennen war aber auch der unhaltbare Zustand an der Kaskade, der durch die Baumaßnahmen entstanden ist. Eine brutale Entstellung des charmanten Umfeldes zeigte sich den Betrachtern. Lieblose Ausführungen von Betonarbeiten, die unmöglich als Endzustand akzeptiert werden können, führte zu allgemeinem Endsetzen der Teilnehmer der Begehung.“ Die NRZ berichtete zum ersten Mal hierüber im Dezember ausführlich. Der Klevische Verein hatte die Zustände bemängelt.

Die Zwangslage der Stadtverwaltung

Die verantwortlichen Bauexperten der Stadt Kleve, der Baudezernent, Herr Rauer, und der Leiter des Tiefbauamtes, Herr Klockhaus, hätten nachvollziehbar ihre Zwangslage aufgrund der entstandenen Sicherheitsprobleme mit der Hangsicherung erläutert.

Ein sicherer Hang habe unbestreitbar eine klare Priorität, so die CDU. Für diesen geleisteten Teil der Arbeit sei den Bauverantwortlichen eindeutig zu danken. „Aber es dabei zu belassen und einfach darauf zu setzen, dass die Natur die gerissenen Bauwunden schon irgendwie regeln werde, greift entschieden zu kurz. Da ist eine – vielleicht einmal nur so zur Abwechslung – einfühlsame und einfallsreiche Nacharbeit gefordert. Und diese sollte kostengünstig erfolgen, denn die bis zum 19. Januar 2019 aufgelaufenen und hier genannten Kosten von 1,4 Mio. Euro minderten keineswegs das Entsetzen der Anwesenden angesichts des optischen Erscheinungsbildes der Bauausführungen.“

Scharfe Kontrolle angekündigt

Die Kostenfrage werde als Schadensfolge sicherlich noch ein politisches Nachspiel haben, so die CDU. „Ebenso die Fragen nach Möglichkeiten der Vermeidung von derartigen Schäden in der Zukunft.“ Die CDU-Fraktion werde die Verwaltung diesbezüglich scharf kontrollieren.

Quelle: NRZ, Andreas Gebbink, 31.01.2019