|
Wir... „Menschen ohne große Worte" Gestern wurden im Spiegelturmsaal der Schwanenburg Karl und Maria Kisters sowie Heinz Scholten geehrt - der Klevische trug dem Unternehmerpaar die Ehrenmitgliedschaft an und Scholten den Ehrenvorsitz. VON MATTHIAS GRASS Rheinische Post von Freitag, 23. November 2007 |
INFO Spaß am Ehrenamt Heinz Scholten wünschte sich einen Festzug für die Stadt Kleve im Jahr 2017 zum 775-jährigen Jubiläum und dankte seinen Mitstreitern: „Ich wusste immer, wen ich ansprechen konnten und wem ich was zumuten konnte". Scholten hatte aber auch großes Lob für Bürgermeister Brauer mitgebracht: „Sie haben eine Atmosphäre geschaffen, in der man wieder mit Freude ein Ehrenamt ausfüllen und auch Dinge in Angriff nehmen kann." |
|
KLEVE Hoch über den Dächern von Kleve wurden gestern im Spiegelturmsaal drei Menschen geehrt, die sich um die Stadt zu ihren Füßen „mehr als verdient gemacht haben", wie Kleves Bürgermeister Theo Brauer es ausdrückte. Der Klevische Verein machte Maria und Karl Kisters zu Ehrenmitgliedern und Heinz Scholten zu seinem Ehrenvorsitzenden. „Wir tragen Ihnen hier unsere Ehrenmitgliedschaft an - das ist bescheiden. Aber es ist alles was wir haben", sagte Alwine Strohmenger-Pickmann, die Vorsitzende vom „Klevischer Verein für Kultur und Geschichte, Freunde der Schwanenburg", kurz der Klevische genannt - und lächelte verschmitzt in Richtung der zu ehrenden Karl und Maria Kisters. Jenen „Menschen ohne große Worte", deren Taten man aber überall im Stadtbild Kleves wahrnehmen würde, so Alwine Strohmenger-Pickmann. Ein Mann der leisen Taten Karl Kisters sei ein Mann der leisen Taten, der stets von seiner Frau unterstützt wurde und unterstützt wird. Ohne Karl Kisters - nicht nur als Mäzen, sondern auch vor allem als Berater - sei das Unterfangen Wanderweg von der Burg zum Prinz-Moritz-Grab kaum zu verwirklichen gewesen. „Wir kamen vom Verein mit nicht mehr als einer Vision - und trotzdem fing Karl Kisters Feuer für diese Idee", erinnerte sich die Vorsitzende des Klevischen. Ganz abgesehen davon, dass er die für diesen Weg nötigen Brücken, die Geländer und Sitze und vieles mehr als Mäzen unterstütze. Und: „Wenn er dabei war, öffneten sich Türen", wie Gerlinde Semrau-Lensing einwarf. Dabei sei der ehemalige Maschinenbau-Unternehmer mehr als nur einmal mit Bohrmaschine und Wasserwaage aufgetaucht ... In Marburg Pharmazie studiert Gerne überreichte die Vorsitzende Ehrenurkunde und Präsent an das Klever Ehepaar: „Danke, dass sie uns beim Erhalt des landschaftsgestalterischen Erbes des Prinzen Moritz von Nassau-Siegen unterstützt haben". Dass aus dem Klevischen der Klevische mit all seinen Facetten wurde, verdankt der Verein einem Mann, der fast eine Generation die Geschicke des Vereins leitete: Heinz Scholten. „Ein Glück, dass Du nicht Straßenbahnschaffner sondern Apotheker geworden bist", blickte der Klever Architekt Werner van Ackeren in seiner Laudatio auf die Jugend Scholtens zurück, der am jetzigen Stein-Gymnasium sein Abitur machte und dann in Marburg Pharmazie studierte. Er machte aus dem Heimatverein jenen lebendigen Klever Verein, wie sich der Klevische heute darstellte. Er schuf den Ostermarkt, rief „Rund um die Schwanenburg" ins Leben, kümmerte sich um das Museum im Schwanenturm, wie van Ackeren nur einige der vielen Dinge aufzählte, die Heinz Scholten anstieß. |
|
|
© Rainer Hoymann |
|