Stadtführungen

Inhalt

Burg-, Garten- und Stadtführungen durch erfahrene Mitglieder des Klevischen Vereins.

Alle drei Stadtführerinnen haben bereits zahlreiche Beiträge bzw. Bücher veröffentlicht.

Eine Führung von ca. 90 Minuten kostet 59 Euro. Bitte sprechen Sie die Dauer und die Kosten der jeweiligen Führungen mit uns ab. Wir schicken Ihnen gern eine Bestätigung per Mail oder per Post.

Kontakt: schwanturm[at]gmx.de oder direkt bei ...

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drs. Wiltrud Schnütgen

Literaturwissenschaftlerin

Abgeschlossenes Studium Germanistik, Niederländisch und Grundstudium Bibliothekswissenschaft

Führungen in deutscher und niederländischer Sprache

wiltrud.schnuetgen[at]online.de

Tel. 0049 (0)2821 12893

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Helga Ullrich-Scheyda M.A.

Historikerin

Abgeschlossenes Studium der Geschichte und Kunstgeschichte

helga[at]scheyda.de

Tel. 0049 (0)2821 40101  

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Marlene Zedelius M.A.

Gartenhistorikerin

Abgeschlossenes Studium der historischen Geographie, Kunstgeschichte sowie Ur- und Frühgeschichte

Führungen in deutscher und niederländischer Sprache

Weitere Führungen und Informationen finden Sie unter www.zedeliuskleve.eu

marlene.zedelius[at]gmail.com

Tel. 0049 (0)2821 895488

Allgemeine Stadtführung und Themenführungen in der Innenstadt:

Die Schwanenburg

Kleve im Mittelalter

Mauern, Tore, Türmchen

Die Stifts- und Propsteikirche „St. Mariae Himmelfahrt"

Die dunkle Seite von Kleve

Jüdische Geschichte in Kleve

Die Klever Frauen

Kleve und Preußen

Der Klever Friedhof

Kleve vor und nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Klever Unterstadt

Gartenführungen:

Johann Moritz von Nassau-Siegen

Bad Cleve – Kleve als Kurort

Allgemeine Gartenführung

Der Klever Kurpark im 19. Jahrhundert

Vom Prinzenhof zum Königsgarten

Der Alte Tiergarten

Weitere Führungen nach Absprache möglich, z.B.

  • Kirchen, Klöster und Synagogen in Kleve (Ullrich-Scheyda)

  • Der Kaiserbesuch in Kleve am 9. August 1909 (Ullrich-Scheyda)

  • Kombination aus verschiedenen Führungen (Schnütgen, Ullrich-Scheyda, Zedelius)

  • ...

Im Folgenden finden Sie eine Beschreibung aller Führungen, außerdem den Namen der jeweiligen Stadtführerin.

Allgemeine Stadtführung (ca. 90 Minuten)

Führung: Wiltrud Schnütgen, Helga Ullrich-Scheyda

z.B. Schwanenburg – Marstall – Denkmal des Großen Kurfürsten – Synagogenplatz – Stiftskirche – Toter Krieger – Narrenbrunnen – Elsabrunnen – Minoritenkirche – Haus Koekkoek

nach Absprache mit besonderen Schwerpunkten, falls gewünscht auch Einbeziehung der Gartenanlagen – Startpunkt und Dauer der Führung werden abgesprochen.

Die Schwanenburg (ca. 90 Minuten)

Führung: Wiltrud Schnütgen

 

Die Burgführung gibt es auch als Kinderführung, ebenso eignet sich die Führung „Kleve im Mittelalter", vor allem in Kombination mit der Führung „Mauern, Tore, Türmchen" für Schulklassen, für Grundschulkinder als Ergänzung zum Sachkundeunterricht, zur Vertiefung des Themas „Mittelalter" in der Mittelstufe und zur Veranschaulichung des Themas „Stadtentwicklung" in höheren Klassen.

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Eine klassische Schwanenburgführung beginnt an der Stelle des ehemaligen Rittersaales und führt von da zum Spiegelturm. Hier sind die aus dem 15. Jahrhundert stammenden Gewölberäume mit Gefängnis und doppelsitziger Toilettenanlage von besonderem Interesse. Draußen wird die Ausgrabung des alten Burgbrunnens erläutert. Nach der Besichtigung der staufischen Fragmente des alten Rittersaales wird das alte Verlies im Schwanenturm gezeigt und der Turm bestiegen. Zwischendurch wird der Wehrgang des Turmes geöffnet, ganz oben auch der Speicher, wo viertelstündlich die Glocken schlagen.

Während der Führungen gibt es Informationen zur Geschichte des Gebäudes, aber natürlich auch über seine Bewohner, z.B. über die Zeit der Grafen und Herzöge und Anna von Kleve. Die Schwanenrittersage gehört selbstverständlich ebenfalls dazu.

Die Burgführung kann modifiziert werden, wenn z.B. der Turm nicht bestiegen werden soll. Nach Absprache können auch Teile der Innenstadt mit einbezogen werden. In unmittelbarer Nähe liegen der Marstall, der Synagogenplatz, das Denkmal des Großen Kurfürsten und die Stiftskirche.

Bei Burgführungen ist zu beachten, dass die Besteigung des Schwanenturms mit Eintrittsgeld (1,- € für Erwachsene, 0,50 € für Kinder ab 6 Jahre) verbunden ist.

Kleve im Mittelalter (ca. 90 Minuten)

Führung: Wiltrud Schnütgen

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Die Entwicklung Kleves auf den drei Hügeln der heutigen Innenstadt und was davon noch sichtbar ist, ist Thema dieser Führung, aber auch das Leben im Mittelalter: Zu welchen Gelegenheiten wurde die Stadtglocke geläutet und wo hing sie? Wo lagen Richtplätze und welche Strafen gab es? Wie müssen wir uns den Marktplatz und die Bebauung in der Stadt vorstellen? Was hat es mit dem „gemeinen Gasthaus" auf sich und welche Straßennamen erinnern an das mittelalterliche Kleve? In Kleve stehen noch vier Gebäude aus dem Mittelalter: die Schwanenburg, die Stiftskirche, die Minoritenkirche und der Marstall. Auf Wunsch können die Gewölberäume im Spiegelturm aus dem 15. Jahrhundert besucht werden.

Mauern, Tore, Türmchen (ca. 90 Minuten)

Führung: Wiltrud Schnütgen

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Von der alten Stadtmauer sieht man nur noch ein Reststück am Heideberg und dennoch ist der Verlauf der ehemaligen Stadtmauer im Stadtbild noch sehr gut nachzuempfinden. Beim Spaziergang entlang des ehemaligen Wallgrabens wird der Verlauf der Mauer und die Lage von Stadttoren und -türmen deutlich werden, ebenso, wie sich die Stadt im Mittelalter unterhalb der Burg entwickelt hat und was im Laufe der Zeit aus der alten Stadtbefestigung wurde. 2012 wurde am Minoritenplatz ein Stück Stadtmauer sowie die alte Rheinmauer und das Bollwerk „Netelenhorst" am Spoykanal ausgegraben. Historische Ansichten illustrieren diesen Ausflug ins Mittelalter. Da einige Steigungen zu überwinden sind, sollten die Teilnehmer gut zu Fuß sein.

Die Stifts- und Propsteikirche „St. Mariae Himmelfahrt" (ca. 90 Minuten)

Führung: Helga Ullrich-Scheyda

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Seit dem Mittelalter bestimmt der gotische Sakralbau zusammen mit der Schwanenburg das Klever Stadtbild und bildet ein Gegengewicht zu diesem mächtigen weltlichen Gebäudekomplex. Als Stiftskirche an Stelle einer romanischen Kirche ab 1341 erbaut, war sie bis 1581 Grablege der Klever Grafen und Herzöge. Die Grabmäler in der "Grafen- und Herzogsgruft" zeugen noch heute davon. Die bedeutende künstlerische Ausgestaltung der Kirche, die spätgotischen Altäre und Plastiken sind ebenso wie die neugotischen Sakralwerke Ausdruck einer großen Frömmigkeit, die das Leben der Menschen bestimmte. Der Rundgang durch die Kirche zeichnet zugleich ein Bild ihrer Geschichte.

Die dunkle Seite von Kleve (90-120 Minuten, nach Absprache)

Führung: Helga Ullrich-Scheyda

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Im Dunkeln sieht man eine Stadt mit anderen Augen. Beim Schwinden des Lichts erscheint die Stadt leicht düster, gefährlich und mysteriös. Bei dieser Abendführung erfahren Sie spannende Geschichten und Anekdoten an geschichtsträchtigen Orten und in verwinkelten Gässchen. Es geht um Armut und Tod, um Räuberbanden und Überfälle, Hinrichtungen und Feuersbrünste, aber auch um nächtliche Vergnügungen und Ausschweifungen. Tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte Kleves und erleben Sie die Vergangenheit der Stadt anhand von Themen, die oft vernachlässigt und gerne verschwiegen werden, einmal anders.

Jüdische Geschichte in Kleve (120 Minuten)

Führung: Helga Ullrich-Scheyda

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Seit dem 17. Jahrhundert bis zum gewaltsamen Ende in der Zeit des Nationalsozialismus lebten kontinuierlich Juden in Kleve, und so soll deren Geschichte nachgezeichnet werden. Wie lebten Juden in Kleve zu den Zeiten des Großen Kurfürsten und der ersten preußischen Könige? Welche Auswirkungen hatten die Französische Revolution und die Politik Napoleons? Wie gestaltete sich die Emanzipation der Juden im 19. Jahrhundert und war der wachsende Antisemitismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch in Kleve spürbar?

Wer waren die Klever Juden? Welche Berufe hatten sie? Wo wohnten sie? Wie lebten sie hier und wie gestalteten sie das Leben in Kleve mit? Und zuletzt auch: Wie war ihr Schicksal in der Zeit des Nationalsozialismus?

All das sind Fragen, die während der Führung durch die Klever Innenstadt beantwortet werden sollen.

Am Ende der Führung wird der Besuch des jüdischen Friedhofs an der Ernst-Goldschmidt-Straße stehen. Auch die Geschichte des Friedhofs und die noch vorhandenen Grabsteine können viel über jüdisches Leben in Kleve vermitteln.

Start: Synagogenplatz an der Reitbahn

Ende: Jüdischer Friedhof, Ernst-Goldschmidt-Straße

Die Klever Frauen (90-120 Minuten, nach Absprache)

Führung: Helga Ullrich-Scheyda

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In der Geschichte führen Frauen immer noch ein Schattendasein. Nur wenige Klever Frauen, wie zum Beispiel die sagenhafte Beatrix, Anna von Kleve oder Johanna Sebus genießen allgemeine Bekanntheit. Doch hat es eine ganze Reihe weiterer Frauen gegeben, die es verdient haben, nicht in Vergessenheit zu geraten. So werden hier nicht nur neue Details von prominenten Frauen erzählt, sondern auch von denen, die sich durch ihr couragiertes Handeln um die Stadt verdient gemacht haben und selbst viel für eine Verbesserung der Situation tun konnten. Zugleich sollen die Frauen nicht vergessen werden, die als Opfer der Geschichte anzusehen sind. Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass der Rundgang zwar von Frauen erzählt, sich aber durchaus auch an Männer richtet, die Interesse daran haben, die Stadt einmal aus einer anderen Sicht zu erleben.

Kleve und Preußen (ca. 90 Minuten)

Führung: Helga Ullrich-Scheyda

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Mit dem Tod von Herzog Johann Wilhelm im Jahre 1609 starb die Klever Herzogsfamilie in männlicher Linie aus. Neue Landesherren wurden die Kurfürsten von Brandenburg, seit 1701 Könige von Preußen, die Kleve zu einer von drei Haupt- und Residenzstädten von Brandenburg-Preußen machten. Es begann die mehr als 300 Jahre dauernde Herrschaft der Preußen in Kleve. Den Spuren dieser oft schwierigen Verbindung wird in dieser Führung nachgegangen. Welchen Einfluss hatte Preußen auf die klevische Geschichte und was ist heute hiervon in Kleve noch zu spüren? Viele Geschichten gibt es zu erzählen.

Der Klever Friedhof (ca. 120 Minuten)

Führung: Wiltrud Schnütgen

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Der Friedhof an der Merowinger Straße ist über 100 Jahre alt. Viele historische Grabmäler erinnern an alte Klever Familien. Während der Führung erfahren die Teilnehmer vom letzten Duell in Kleve, hören einen Liebesbrief aus dem 19. Jahrhundert und vom Mord an einem bekannten Opernsänger. Zugleich wird deutlich, dass der Friedhof auch ein Ort der Kunst ist. Grabsteine von vier Mitgliedern der Familie Brüx, von Achilles Moortgat, Gerd Matthäi, Waldemar Kuhn und z.B. Alfred Sabisch sind zu sehen. Auch der Wandel in der Friedhofskultur wird thematisiert. 

Kleve vor und nach dem Zweiten Weltkrieg (ca. 90 Minuten)

Führung: Wiltrud Schnütgen

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Kleve wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Bei dieser Führung wird erklärt, wie es dazu kam und welche Folgen der Krieg für die Stadt und ihre Bewohner hatte. Bei dem Rundgang wird deutlich, was die Stadt, die einige Jahrzehnte zuvor noch als Bad Cleve Besucher von nah und fern anzog, verloren hat. Die Umgebung von Haus Koekkoek und dem heutigen Rathaus, die Schwanenburg und ihr Umfeld sowie der Bereich an der Stiftskirche sind Schwerpunkte, an denen auch durch die Präsentation historischer Fotos illustriert wird, wie sich die Stadt verändert hat. Thematisiert wird aber auch der städtebauliche Aspekt, denn die zerstörte Stadt bot einem Wiederaufbau auch Chancen.

Die Klever Unterstadt (ca. 90 Minuten)

Führung: Wiltrud Schnütgen

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Viele ehemalige Klever erkennen ihre Stadt nicht wieder, wenn sie nach längerer Abwesenheit mal wieder in Kleve sind, z.B. wegen eines Klassentreffens. Vor allem in der Unterstadt hat sich viel getan: Koekkoeksplatz, Rathaus, Minoritenplatz mit den geplanten Neubauten, Hochschule Rhein-Waal, das neue Hotel und der Opschlag – bei dieser Führung wird die neue Entwicklung Kleves erläutert.

Gartenführung:

Johann Moritz von Nassau-Siegen (ca. 90 Minuten)

Führung: Helga Ullrich-Scheyda

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Als Schöpfer der Klever Alleen und Gartenanlagen hat er wie kein anderer diese Stadt geprägt. Doch bevor er als Statthalter des Großen Kurfürsten in Kleve seine Vorstellungen von barocker Landschaftsgestaltung umsetzen konnte, kämpfte er im Heer der Generalstaaten und war für die Westindische Compagnie als Generalgouverneur der niederländischen Kolonie in Brasilien tätig. Auch wenn der Schwerpunkt der Führung auf seinem Wirken in und um Kleve liegt, werden Sie einiges über seine schillernde Persönlichkeit und sein ungewöhnliches Leben, bis zu seinem Tod in einer Einsiedelei bei Bergendal in der Nähe der von ihm gestalteten Grabanlage, erfahren.

Gartenführung:

Bad Cleve – Kleve als Kurort (ca. 90 Minuten)

Führung: Helga Ullrich-Scheyda

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Bad Cleve entwickelte sich zu einem internationalen Kurort, in dem sich illustre Gäste trafen. Es entstanden Kuranlagen, große Hotels und Villen, die es uns ermöglichen, das angenehme Leben der Kurgäste nachzuvollziehen. Doch blieb der Kurbetrieb nicht von Krisen verschont, die letztlich mit dem Beginn des ersten Weltkrieges zum endgültigen Ende des Bades führten. Im Jahr 1741 entdeckte der Arzt Johann Heinrich Schütte am Springenberg inmitten der von Johann Moritz von Nassau-Siegen gestalteten Gartenanlage eine Mineralquelle, die maßgeblich für die weitere Entwicklung Kleves wurde.

Allgemeine Gartenführung (ca. 90 Minuten)

Führung: Marlene Zedelius

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Kleves historische Gartenanlagen bilden den Auftakt zur „Straße der Gartenkunst an Rhein und Maas", die sich von hier aus Richtung Süden bis nach Neuss erstreckt.

Im Auftrag des Churfürsten von Brandenburg entwarf sein Statthalter für Kleve, Johann Moritz von Nassau-Siegen, um 1650, zusammen mit dem Architekten Jacob van Campen, einen einmaligen Verschönerungsplan, um die Stadt wieder zu einer repräsentativen Residenz zu machen. Nach den barocken Prinzipien „nützlich und schön" entstanden der Alte und der Neue Tiergarten mit ihren Jagdwäldern, Alleen, Wiesen, Springbrunnen, Kanälen, Sichtachsen und Aussichtspunkten. Diese geometrische Struktur umfasste die ganze Kleve umgebende Landschaft und blieb bis heute erhalten und prägend.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde der jetzt so genannte „Forstgarten" angelegt, um die Sammlung der exotischen Bäume des Julius Ernst von Buggenhagen zu präsentieren.

Nach den Zerstörungen der französischen Zeit begann Maximilian Friedrich Weyhe um 1820 mit der Umgestaltung beider Anlagen zu einem englischen Park, der dann auch als Kurpark im 19. Jahrhundert sehr geschätzt war.

Mit dem Ende des Kurbetriebs, 1914, verfielen die Gärten und Parks zusehends. Erst ab etwa 1975 wurde im Auftrag der Stadt Kleve der ursprüngliche Zustand von den Gartenarchitekten Gustav und Rose Wörner wieder weitgehend hergestellt.

Der Spaziergang führt zunächst durch das Amphitheater, mit seinen ansteigenden Terrassen, Bauten, Springbrunnen, Teichen und Statuen, und einem weiten Blick über den Rhein auf Hoch-Elten. Am ehemaligen Kurhaus des Bad Cleve vorbei geht es am Moritzkanal entlang durch den Forstgarten zurück zum Ausgangspunkt.

Gartenführung:

Der Klever Kurpark im 19. Jahrhundert (ca. 90 Minuten)

Führung: Marlene Zedelius

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Nach den Zerstörungen und der teilweise Restaurierung während der Franzosenzeit, wurde die historische Parkanlage „Neuer Tiergarten" des Johann Moritz von Nassau-Siegen Anfang des 19. Jahrhunderts vom Düsseldorfer Hofgartendirektor Maximilian Friedrich Weyhe weitgehend neu gestaltet.

Der Auftrag dazu kam von der preußischen Regierung in Berlin, für die er den umfassenden Plan eines englischen Landschaftsgartens entwarf, im Stil der Zeit.

Als schließlich, mit Unterstützung des Königs Friedrich Wilhelm IV, das neue Kurhaus, die Trinkhallen, der Rundtempel und der Obelisk das Amphitheater vollendeten, bekam der Kurpark seine große Bedeutung für Bad Cleve .

Auch die umliegenden, angenehmen Hotels und die Veranstaltungen im Schützenhaus trugen dazu bei, dass Bad Cleve zu einem angesehenen Kurort für in- und ausländische Besucher wurde. Die schöne Natur mit Wäldern und Quellen, die Gärten und die Alleen blieben jedoch die eigentliche Attraktion für die Heilung und Vergnügen suchenden Gäste.

Gartenführung:

Vom Prinzenhof zum Königsgarten (ca. 90 Minuten)

Führung: Marlene Zedelius

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Vom Treffpunkt an der Schwanenburg geht der Spaziergang zunächst zum Moritzpark, wo sich ehemals das Stadtpalais des Johann Moritz von Nassau-Siegen, der „Prinzenhof" mit seinem weitläufigen Lustgarten, den Gewächshäusern und seiner Orangerie befand. Die Gestaltung des Kermisdahlufers im Laufe der Jahre sowie die Geschichte des Hauses Bellevue sind nur zwei von vielen weiteren Themen, bevor es hinunter zum Kermisdahl, zur Luisenbrücke geht. Durch den früheren „Königsgarten" führt der Weg schließlich zur Stadthalle, wo die Führung endet.

Gartenführung:

Der Alte Tiergarten (ca. 2 Stunden)

Führung: Marlene Zedelius

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Der etwas unbekanntere Teil der Klever Gartenanlagen zwischen Nassauer Allee und Berg und Tal ist das Pendant zum „Neuen Tiergarten" mit dem Amphitheater und dem Moritzkanal. Beide wurden um die Mitte des 17. Jahrhunderts nach den Vorstellungen des brandenburgischen Statthalters Johann Moritz von Nassau-Siegen angelegt.

Der Spaziergang führt vom Parkplatz am Echo über die Höhe und den Spitzberg zu dessen imposantem Grabmonument am Papenberg, dann über den Prinz-Moritz-Weg und an der Wetering entlang zurück durch die Galleien.