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Die Schwanenburg zu Kleve (siehe auch "Preussen"), um die sich die Sage von Lohengrin rankt, war insbesondere zur Zeit des Prinzen Johann Moritz von Nassau-Siegen, der 1647 von Friedrich Wilhelm, dem Großen Kurfürsten, zum Statthalter von Kleve berufen wurde, eine Stätte der Kunst und Kultur.

Diese Tradition hat der Klevische Verein wieder aufgenommen.

In den letzten Jahren wurde die Schwanenburg über ihre Bestimmung als Gerichtssitz hinaus auf Initiative bzw. mit Unterstützung des Klevischen Vereins durch Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und Führungen zu einem geschichtlichen, kulturellen und künstlerischen Mittelpunkt des Klever Landes.

In dem staufischen Gewölberaum, restauriert von den Freunden der Schwanenburg e.V., in dem sich das so genannte Doppelsitzerklo befindet – datiert aus der Zeit um 1100 hat sich die Dichter-Lesungsreihe „Poesie in der Schwanenburg“ etabliert. Am 2. Sonntag eines jeden Monats finden in der Zeit von 16:30 bis 18:00 Uhr literarische Lesungen zu bestimmten Themen, Ereignissen und Anlässen statt.

Der Spiegelturmsaal mit den Portraits der Klever Herzöge ist dank der Bereitschaft des jeweiligen Hausherrn, des Präsidenten des Landgerichts, für die Durchführung von Vorträgen, Versammlungen und sonstigen Veranstaltungen geöffnet.

Der Schwanenturm, der über 2 Etagen das Geologische Museum beherbergt, richtet in der 3. Etage, im so genannten Kaminzimmer – umgeben von einem Wehrgang einen neuen Vortragsraum ein. Hier sollen in regelmäßigen Abständen  Persönlichkeiten, die auf der Schwanenburg gelebt und gewirkt haben und deren Portraits in der 4. Etage ihren Platz haben, vorgestellt werden.

Dort steht gerade fachgerecht restauriert das Modell der Schwanenburg und des Burgbergs, das nach dem Wiederaufbau des Schwanenturms in den 1950er Jahren auf Initiative von Dr. Heinz Will für die Bauhütte Schwanenburg gefertigt wurde, und zwar von Schülern der Bezirksfachklassen für Bauzeichner der Berufsschule unter der Leitung ihres Lehrers Egon Schönberner aus Kleve. Als Vorlage für die Burg diente damals der van Biesen-Stich von 1653 (siehe auch Clivo-Polis), der Turm entstand allerdings in der neuen Form nach dem Wiederaufbau von 1950.

Die 5. Etage schließlich, die aus ca. 60 m Höhe einen weiten Blick über das Umland eröffnet, ist der Ort der Kunst. Hier befindet sich die „Galerie Kunst im Turm“, die vor allem jungen Künstlern ein Forum zur Präsentation ihrer Kunst bietet. Aber auch etablierte Künstler  lassen sich von der Einmaligkeit der Galerie anziehen.

Die unvergleichliche Atmosphäre im Innenhof der Schwanenburg nutzt der Klevische Verein für Open-Air-Veranstaltungen der besonderen Art: Konzerte, Liederabende, Theater-Aufführungen, Feste üben auf die Zuschauer und Zuhörer eine unvergessliche Faszination aus.

Der Klevische Klaviersommer wurde 1988 gemeinsam mit dem aus Polen stammenden Pianisten Boguslaw Jan Strobel begründet. Die Open-Air-Veranstaltung im Forstgarten ist seit der ersten Konzertreihe 1989 ein Highlight und fester Bestandteil des kulturellen Lebens  in Kleve.

Ansprechpartnerin Sektion Kultur: Alwine Strohmenger-Pickmann

e-mail: Alwine.Strohmenger@gmx.de