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Kleve fehlt die Vernetzung Unter der Moderation von Volksbank-Vorstandssprecher Frank Ruffing und RP-Redaktionsleiter Jürgen Loosen stellte die Zukunftswerkstatt die Frage nach dem Brauchtum in Kleve. VON MATTHIAS GRASS |
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KLEVE Es gibt einen roten Faden, der alle Zukunftswerkstätten der Rheinischen Post und der Volksbank Kleverland durchziehen - und so war es kaum verwunderlich, dass auch für die Brauchtumsvertreter ein Wunsch ganz oben stand: „Wir brauchen einen Koordinator mit Weisungsbefugnis, einen, der sich um all die oft konkurrierenden Veranstaltungen im kulturellen Bereich kümmert und diese koordiniert", brachte es Alwine Stohmenger-Pickmann, Vorsitzende des Klevischen Vereins, auf den Punkt. Denn in Kleve fehle eine Stelle, die diese Programme „auf der Agenda habe", hieß es. Strohmenger-Pickmann: „Es fehlt die Vernetzung!" Der Kulturdezernent Ob man diese Stelle nun als Kulturdezernent (den es ja früher einmal in Kleve gab) oder wie auch immer bezeichnen will. Die Einrichtungen Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung oder Kulturamt hätten diesen Überblick nicht. So komme es vor, dass sich sogar deren Veranstaltungen untereinander Konkurrenz machten, hieß es. Sonst war man mit der Brauchtumspflege in der Stadt zufrieden. Paul Dirmeier fand hier sogar die treffende Frage, die, rhetorisch gestellt, eigentlich die Antwort war. „Wer ist für Brauchtum zuständig? In den Satzungen der Karnevalsvereine und wohl auch der Heimatvereine steht ganz deutlich, dass die Pflege des Brauchtums zu den Pflichten des Vereins gehört." Der Schwanenfunker fügte noch gleich an, dass es im Klever Rosenmontagskomitee inzwischen 16 Karnevalsvereine und Einrichtungen gibt. Und das die Breijpott-Tröpfchen die ersten kamevalistischen Tänzerinnen im Kreis Kleve waren. Alwine Strohmenger-Pickmann ergänzte, dass es das Wort Brauchtum weder in ganz alten noch in ganz neuen Lexika gibt: „Nach '45 redete man auch nicht gern vom Brauchtum." Dennoch sei es wichtig, Bräuche zu pflegen und zu wahren. Norbert Pauls, Chef des KRK, unterstrich, dass gerade in Kleve jene Brauchtumspflege groß geschrieben werde. Das zeige, dass allein in einer Session der Klever Prinz über 250 Auftritte habe. „Die Leitung zu Bürgermeister Theo Brauer und zu Kämmerer Willibrord Haas ist kein Problem"? so Pauls. Aber: Ohne USK und vor allem ohne Sponsoren geht gar nichts mehr. Und das ist irgendwo auch ein Problem in der ganzen Brauchtumspflege: Es kostet inzwischen richtig Geld, etwas auf die Beine zu stellen, bestätigten Dirmeier, Georg Jopi Winnen, Rolf Winkels und nicht zuletzt Quaker-Präsident Helmut Vehreschild aus eigener Erfahrung. Nicht ohne Sponsoren und nicht ohne Ehrenamtliche. „Ohne die Trainer, ohne die Helfer, die die Kostüme nähen, die die Kinder bei Laune halten, die sich um die kleinen und großen Dinge am Rande kümmern, würde das nicht gehen", betonte Vehreschild. Wobei Dirmeier unterstrich, dass es inzwischen viel komplizierter geworden sei, eine Veranstaltung zu organisieren: Gema, Finanzamt, Versicherungen - alles Dinge, die zusätzlich organisiert sein sollen. Letztlich steht und fällt aber alles mit den Mitgliedern - hieß es unisono. |
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