Klevischer Verein ...


NRZ vom 30. Juni 2017

Klassik bei jedem Wetter
Der Klevische Verein für Kultur und Geschichte lädt zum 29. Klevischen Klaviersommer in den Forstgarten ein

Von Claudia Gronewald


Kleve. Es ist schon ein besonderer Erfolg, den die Organisatoren des Klevischen Klaviersommers in diesem Jahr feiern können. Wenn Pianist Walter Ratzek am Sonntag, 23. Juli, um 17 Uhr am Konterflügel im Klever Forstgarten Platz nimmt, spielt er das erste von fünf Konzerten der vom Klevischen Verein für Kultur und Geschichte / Freunde der Schwanenburg verantworteten Reihe im 29. Jahr ihres Bestehens. „Dafür, dass man dem Klaviersommer nur eine relativ kurze Lebenszeit prophezeit hat“, freut sich der organisatorische Leiter Wölfgang Dahms, „ist er nun sogar schon bald dem Twen-Alter entwachsen.“ Wie also schon seit vielen Jahren ist es auch dieses Mal: Fünf Sonntage im Juli und August gehören dem Klavier. Neben den Nachmittagskonzerten am 23. und 30. Juli, am 6. und 13. August, jeweils um 17 Uhr, ist auch wieder ein NoctumeT Konzert geplant, am 23. Juli, 22 Uhr, mit Teilnehmern des zeitgleich stattfindenden Musiksommers Campus Cleve. Alle Konzerte finden bei jedem Wetter statt, das Nocturne-Konzert im illuminierten Forstgarten allerdings nur bei gutem Wetter.

Für die Auswahl der Pianisten ist - wie gewohnt - der künstlerische Leiter Prof. Boguslaw Jan Strobel zuständig. „Es gibt dabei keine Philosophie des Festivals“, betont er. „Ich überlasse es den Künstlern, abhängig vom Spielort eine Auswahl zu treffen.“ Allerdings hat er auch in diesem Jahr mit Joop Celis wieder einen niederländischen Musiker für die schöne Atmosphäre im Forstgarten gewinnen können. Neben der Südkoreanerin So-yeon Kang (30. Juli) spielt noch die polnische Pianistin Aleksandra Mikulska (6. August) in Kleve. „Sie haben nicht nur gemeinsam, dass sie alle sehr gute Pianisten sind“, sagt Strobel, „sie alle sind auch bereit für wenig Geld zu spielen.“ Denn die Kosten der Konzertreihe können nur dank langjähriger Sponsoren wie der Sparkasse Rhein-Maas, Klavierhaus Neinhuis oder dem Rilano Hotel überhaupt gestemmt werden. „Es ist schwierig Sponsoren zu finden“, weiß Wölfgang Dahms. Deshalb sei der Klevische Verein auch dringend darauf angewiesen, dass der während der Konzerte aufgestellte Spendenschwan von den Besuchern gut gefüllt werde. Schließlich sind die Konzerte nach wie vor kostenlos. Wir wollen jede Hemmschwelle bei möglichen Besuchern überwinden und alle einladen klassische Musik in toller Atmosphäre zu erleben“, so Alwine Strohmenger, Vorsitzende des Klevischen Vereins.

„Sie sind alle bereit für wenig Geld zu spielen“
Boguslaw Jan Strobel über die Pianisten, die im Blumenhof des Klever Forstgartens spielen.

Unverzichtbar, so Dahms, sei im übrigen auch die langjährige Unterstützung der Firma Kawai, die Jahr für Jahr den Konzertflügel zur Verfügung stellt. „Der Klaviersommer steht fest in unserem Kulturkalender“, erklärte dazu Mitarbeiter Philipp Potz.

Weitere Informationen zu den Konzerten und den einzelnen Künstlern gibt es auf der Homepage www.klevischer-klaviersommer.de .