Arbeitskreise ...

"Kermisdahl - Wetering"

 

Rheinische Post (Lokalteil) vom 17.03.2006

Karla Hartwig wurde als Stifterin der Luisenbrücke über den Kermisdahl zum Ehrenmitglied in dem Klevischen Verein für Kultur und Geschichte ernannt. 

Die Arbeiten entlang des Kermisdahls gehen voran.

 

Karla Hartwig (2.v.r.) ist Ehrenmitglied des Klevischen Vereins. Gerlinde Semrau-Lensing, Alwine Strohmenger-Pickmann, Werner van Ackeren und Heinz Scholten (v. rechts) gratulieren. 

rpfoto: Gottfried Evers

INFO:

Gartenbau studiert

Der Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering im Klevischen Verein für Kultur und Geschichte hat es sich zur Aufgabe gemacht, das landschafts- und kulturhistorische Erbe des Prinzen Johann Moritz von Nassau-Siegen bewusst zu machen, zu erhalten und zu gestalten. In kurzer Zeit hat der Arbeitskreis am Kermisdahl sehr viel erreicht, nicht zuletzt angestoßen durch den Bau der Luisenbrücke, die nach der Prinzessin Luise, die spätere Königin von Preußen, benannt wurde.

 

KLEVE Der Bau der Luisenbrücke war der große Schritt, der den Planungen des Arbeitskreises Kermisdahl-Wetering zum Durchbruch verhalf und Viele anstieß, sich ebenfalls für dessen Vorhaben einzusetzen: Seitdem die Brücke steht, reißen die sonntäglichen Flaneure, die die Aura des Ortes und die wunderbare Natur am Fuß der Stadt Kleve genießen wollen, nicht mehr ab. Kleve hat ein Stück Garten zurückbekommen, das - wie sollte es auch anders sein - auf die Planungen der genialen Gärtner Prinz-Moritz von Nassaus zurück geht.

Die Luisenbrücke wurde gestiftet. Jetzt hat der Klevische Verein für Kultur und Geschichte (Heimatverein) der Mäzenin die Ehrenmitgliedschaft angetragen. Karla Hartwig, die Stifterin, nahm an. „Auch wenn ich das eigentlich nicht an die große Glocke hängen wollte. Für mich ist es eine Verpflichtung, sich zu engagieren. In karitativen Stiftungen oder wie in diesem Fall für historische Gartenanlagen", sagt sie.

„Seit 1641 im Klevischen"

„Die Familie der Stifter in ist seit 1641 im Klevischen ansässig und hat sich hier traditionell um die Menschen und die Natur bemüht", sagte Heinz Scholten in seiner Laudatio zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft, die nach einmütigem Beschluss der Mitgliederversammlung beschlossen wurden. „Karla Hartwig, geborene von Rodenberg, weist", so Scholten weiter, „stets darauf hin, dass erst das ideelle und materielle Erbe ihres Gatten Konrad Hartwig die Realisierung der Idee ,Luisenbrücke' möglich machte". Der Vorstand des Klevischen Vereins, Werner van Ackeren und Alwine Strohmenger-Pickmann sowie Vorsitzender Heinz Scholten überreichte jetzt im Haus des neuen Ehrenmitgliedes die Ernennungsurkunde. Mit dabei war auch Gerlinde Semrau-Lensing - „der Motor des Arbeitskreises", so Scholten.

Gerlinde Samrau-Lensing strahlte: „Die Brücke war eine Initialzündung. Jetzt ziehen alle an einem Strang, setzen sich für unsere Idee, den Park entlang des Kermisdahls bis zum Moritzgrab wieder gangbar zu machen, ein". Inzwischen seien die Arbeiten weiter voran geschritten. „Unser Netzwerk funktioniert", betonte Alwine Strohmenger-Pickmann. Schritt für Schritt komme man weiter. Als nächstes stünde ein marodes Geländer an der Treppe zum Kermisdahl herunter an. Alle betonten auch, dass Karl Kisters immer wieder mit Rat und Tat zur Seite stehe, wenn es darum gehe, das Vorhaben ein Stück weiter zu bekommen.

Karla Hartwig nutzt das neue kleine Gartenparadies am Kermisdahl gerne: „Es ist sehr schön geworden. Und ich hoffe, dass sich neben mir auch der eine oder andere verpflichtet fühlt, sich, wie auch immer, für dieses Vorhaben einzusetzen". Ein Vorhaben, dass schließlich allen Klever Bürgern nutzt: Der Freizeitwert der Stadt wird erhöht und ein Stück ihrer Geschichte gewahrt.

VON MATTHIAS GRASS