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Arbeitskreise ... "Kermisdahl - Wetering" Presseartikel
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RP vom 25. Oktober 2006 Pioniere halfen bei der Säuberung |
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Der Arbeitskreis Kermisdahl - Wetering freut sich mit den Bürgern und Behörden über die getane Arbeit, so Gerlinde Semrau - Lensing vom Arbeitskreis. Kurzfristig haben die Pioniere der Moritz von Nassau-Kaserne Emmerich die noch im Gewässer des Kermisdahls liegenden Bäume herausgeholt. Dies war dringend notwendig und ist Grundlage für die nächste Zielsetzung: „Der Schlamm muss aus dem Kermisdahlbett, wenn wir das Gewässer mit seinen vielfältigen Funktionen noch retten wollen". Der offizielle Begriff lautet „gewässerpflegerische Maßnahme". Auch Gefahrenbäume und Todbäume sind am Ufer auf Stock gesetzt. Erle und Haselnuss etwa schlagen dann wieder aus und bilden neues Ufergrün und Uferhalt. Die fleißigen Mitarbeiter der Umweltbetriebe Stadt Kleve (USK) haben in der vergangenen Woche umgehend die Wiesen von der Holzablage befreit, und die Lehranstalt Riswick konnte noch den letzten Gras-Schnitt des Jahres auf den Galleienwiesen durchführen. Die Spaziergänger des Prinz-Moritz-Weges finden ab dem Engen Hals neu aufgestellte Bänke zum Verweilen und Genießen und Beobachten von Landschaft, Fauna und Flora. Für das Gewässer selbst, die Kanuten, die mit ihrem sanften Dahinziehen ein immer gern gesehenes Bild abgeben, aber auch für Schwäne, Enten und Blesshühner ist der Fluss wieder etwas breiter geworden. |
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„Beitrag zur Sicherung der Kulturlandschaft" VON LUDGER DISTELKAMP |
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KLEVE Der Landschaftsbeirat für den Kreis Kleve hat gestern einstimmig die Wiederherstellung des Prinz-Moritz-Wanderwegs entlang des Kermisdahls und der Wetering zugestimmt. Er will allerdings von vier Varianten nur eine Strecke, die lediglich teilweise am Gewässer vorbeiläuft und bei der der vorhandene Waldweg an der Uedemer Straße einbezogen wird. Das Projekt von Stadt Kleve und dem Arbeitskreis Kermisdahl - Wetering im Klevischen Verein für Kultur und Geschichte, der die Idee dazu hatte, sei ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der historischen Kulturlandschaft in der Region, hieß es in der Abstimmungsvorlage für das Gremium. Der Beirat, in dem Naturschützer und „Naturnutzer" sitzen, muss seine Stellungnahme zu dem Vorhaben dem Kreis als Genehmigungsbehörde geben - so sieht es das Gesetz vor. Prinz-Moritz-Weg Die Rekonstruktion des Weges ist nach Ansicht des Gremiums mit den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu vereinbaren. Denn nach Abschluss der Arbeiten seien keine erheblichen Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes zu erwarten. Eigentlich ist laut Kreis im Landschaftsschutzgebiet die Route zwischen „Echobrücke" am Klever Ring und Prinz- Moritz-Grab nicht zulässig. Allerdings könne es Ausnahmen geben, wenn auch „überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit die Befreiung erfordern". Zum Schutz der Umwelt verlangten Vertreter des Naturschutzbundes jedoch eine Trasse über den bestehenden Waldweg, weil diese Strecke die Natur am wenigsten beeinträchtigt. Die Kreisjägerschaft äußerte Bedenken wegen freilaufender Hunde, die Wildtiere störten. Sie wollte auch nur einer Route, die möglichst weit vom Wasser entfernt ist. Nochmal Streit Streit gab es bei der Sitzung der Experten darüber, ob Alfred Nabers befangen sei. Der Vertreter des Fischereiverbandes ist nämlich Mitglied im Arbeitskreis Kermisdahl - Wetering. Voreingenommenheit sahen NABU-Vertreter. Diese kritisierten, Nabers hätte vorher sagen müssen, dass er in der Gruppe Kermisdahl - Wetering sei. Dr. Hermann Reynders, Fachbereichsleiter Technik und Naturschutz-Experte beim Kreis Kleve, stellte bei Nabers keine Befangenheit fest, weil dieser keine „wirtschaftlichen Vorteile" vom Wanderweg hat. Es könne aber eine „moralische Befangenheit" geben. Der Vertreter des Fischereiverbands sah sich nicht in der Zwickmühle: „Ich habe doch gar nichts davon, ob die Strecke kommt oder nicht." Die Verbindung soll zum Gedenken an Prinz Moritz von Nassau hergestellt werden, der 30 Jahre in Kleve Statthalter des brandenburgischen Kurfürsten war und die Stadt durch Parkanlagen und Allen bis heute geprägt hat. Ein Teil des geplanten Wanderweges verläuft über private Flächen. Da die Einverständnisse von Grundstückseigentümern noch nicht vorlägen, könne die endgültige Strecke noch nicht festgelegt werden, so die Genehmigungsbehörde. Auf jeden Fall werde dieses Projekt aber den Erholungswert der Region steigern. |