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Arbeitskreise ... "Kermisdahl - Wetering" "Prinz-Moritz-Weg"
- Kleve, Wegelaufbeschreibung |
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Der Prinz-Moritz-Weg ist nach Fürst Johann-Moritz von Nassau-Siegen benannt worden. Dieser war von 1647 bis zu seinem Tode im Jahr 1679 Statthalter des Kurfürsten von Brandenburg für die Länder Kleve und Mark. Ihm verdankt Kleve, die westlichste Residenz der Brandenburger, die ersten barocken Gartenanlagen in Deutschland mit vielen Alleen und Parks.
vergrößerte Version (1.074 KB) Den Anfang des Prinz-Moritz-Weges erreicht man, wenn man von der Wasserstraße aus bei der Worcesterbrücke rechts abbiegt. Der Weg verläuft von hier aus am Kermisdahl entlang. Oberhalb des Tals reihen sich die Schwanenburg, der Prinzenhof (benannt nach dem im Zweiten Weltkrieg zerstörten gleichnamigen Stadtpalast von Johann Moritz) und der Moritzpark (im Bereich der heutigen Kreisverwaltung). Früher lag hier auch das geschichtsträchtige Haus Bellevue. Im Tal passiert man die Luisenbrücke, über die man das Gebiet der "Galleien" (abgeleitet von "Alleen") erreichen kann, den Engen Hals, wo man früher die Pferde tränkte, sowie die Kaskaden und erreicht dann die Echobrücke am Klever Ring. Diese Brücke unterwandert man. Das Gewässer der Wetering fließt hier „am Flack“ in den Kermisdahl. Zur Rechten liegt ein Wanderstart-Parkplatz (am sogenannten Echo). Nach ca. 150 m an der Uedemer Straße entlang biegt man bei einem Abgang, der in die Niederung führt, links ab. Man befindet sich jetzt unterhalb des früheren Sommersitzes des Fürsten Johann Moritz auf dem Freudenberg. An dieser Stelle führt eine kleine Brücke über die Wetering in die ehemalige zum Haus Freudenberg gehörige Landschaftsgestaltung des Statthalters, das Freudental. Über die Alleen der Galleien findet man von hier u.a. eine Wegeverbindung nach Kleve vor. Der Prinz-Moritz-Weg führt jedoch diesseits des Flacks nach rechts weiter. Man geht am Gewässer entlang und passiert das Pappelwäldchen sowie das sogenannte Urwäldchen, bis man über das Plateau des historischen Meyer-Hofes erneut die Uedemer Straße erreicht. Hier gelangt man nach ca. 50 m zum Moritz Grabmal, das sich links von der Straße befindet. Wer sich im benachbarten Restaurant Hünnekes stärken möchte, sollte nicht die dort befindliche Toranlage aus dem 17. Jahrhundert und den historischen Laubengang verpassen. Hinter dem Grabmal liegt der Papenberg, der einen wunderbaren Blick über die Galleien in Richtung Kleve und bei klarem Wetter sogar bis nach Hochelten erlaubt. Der von der Spitze des Papenberges zur anderen Seite abführende Weg bringt uns auf die Hauer Straße. Nach links - in Richtung Qualburg wandernd - endet der Prinz-Moritz-Weg auf dem Parkplatz am Fuße des Papenberges. Der Wanderweg setzt sich gemeindenübergreifend auf der anderen Straßenseite über den sogenannten „Loosenhof“ als Voltaire-Weg bis zum Schloss Moyland fort. Der Lückenschluss des historischen Wanderweges von der Schwanenburg Kleve über das Moritzgrabmal bis zum Schloss Moyland stellt eine Optimierung der Via Romana zwischen Nijmegen und Xanten dar und ist möglich geworden durch die Förderung aus dem EU-Programm INTERREG IIIA der Euregio Rhein-Waal und durch die Kisters Stiftung. Der Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering im Klevischen Verein für Kultur und Geschichte e.V. hat behördenunterstützend an diesem Projekt mitgewirkt.
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